Die Suche endet in der Umsetzung des Gefundenen



Ach, fuck it...

Wann werde ich endlich genug sein?! ;)

Nun sitze ich hier - halb stolz auf das, was ich heute an einem Samstag bereits geschafft habe - und dennoch auch mit Unzufriedenheit darüber, dass ich nicht noch mehr erledigt habe. Stolz und vor allem dankbar darüber, dass mich mein Weg immer mehr zu mir selbst führt.

Da ist trotzdem noch diese Suche nach Frieden und Entspannung. Doch je näher ich meinen Zielen kommen, desto mehr lässt sie nach. Ein Süchtiger sucht im Kern einfach nur. Lange hat meine Suche / Sucht auf ungesunde Art und Weise ihren Ausdruck gefunden: Rauchen von Tabak und Cannabis, Pornokonsum & Selbstbefriedigung, Zucker, übermäßiges Essen, 'Doom-Scrolling' auf Social Media, Filme oder Serien als Realitätsflucht - ganz früher Gaming und Alkoholmissbrauch. Einiges davon auch heute noch, denn ich bin weiß Gott kein Heiliger!

Wie leicht und bittersüß ist doch die Ablenkung durch Betäubung...

Ich fasse den Mut darüber zu sprechen, wohlwissend dass ich mich durchs Zeigen dieser 'Schwachstellen', Laster oder wie auch immer Du es nennen möchtest - angreifbar und verletzlich mache. Doch es it mir mittlerweile relativ egal geworden, was andere über mich denken. Tatsächlich ist mir gleichzeitig auch bewusst, dass genau dieses sich offen damit Zeigen eine unglaubliche Stärke ist. Denn ich weiß, ich bin nicht der einzige Mensch, dem es so geht - im Gegenteil:

Die meisten Menschen haben ihr Dasein akzeptiert, ihre Träume aufgeben und funktionieren einfach irgendwie. Das meine ich nicht wertend. Oft fehlt ihnen die Wahl, bzw. die innere oder äußere Freiheit zu wählen - und das kann ich total verstehen. Immer wieder stand ich an dem Punkt, dass ich nicht mehr weitermachen wollte - aufgeben und resignieren wollte. Das fühlt sich richtig schrecklich und beschissen an! Jeder, der schon einmal mit einem Strick um den Hals im Wald stand, wird genau wissen, was gemeint ist.

Ich schreibe das für dich und für mich, um zum Ausdruck zu bringen: "Hey, du bist mit deinem Schmerz nicht alleine. Gib nicht auf, niemals! Lass dich nicht kleinkriegen von dem ganzen Bullshit da draußen. Das ist es nicht wert."

Unter Tränen der Dankbarkeit beobachte ich mich selbst, blicke zurück auf schwere Zeiten und wunderschöne Augenblicke - auf ein mittlerweile starkes soziales Netz, das mich trägt und nährt - mir ein Gefühl von Sicherheit und Heimat gibt. Das ist unbezahlbar.

Danke an alle, die Teil davon und unserem Kreis sind!

Tribe, Familie, Verbundenheit - dieser Sprössling von Gemeinschaft wird langsam zu einem stabilen Baum mit festen Wurzeln... Wenn Du bereits auch nur einmal bei einem Angebot von mir dabei warst, dann gehörst Du für mich dazu. Danke, dass du mich dabei unterstützt, mehr und mehr den Weg zu mir selbst zu finden - auch, wenn es Dir vielleicht noch nicht einmal bewusst war. Naja, spätestens jetzt weißt Du es ja... :)

Nun bin ich seit einigen Monaten rauchfrei. Es spielt keine Rolle, ob ich es je wieder tun werde oder nicht. Was für mich zählt, ist die klare Entscheidung für mein Leben, meine Gesundheit und meinen Weg - ein entschlossenes Ja dazu und mir, komme was wolle. Ich fange an früher ins Bett zu gehen, und früher aufzustehen. Ich werde immer milder mit mir, wenn es entgegen der Absichten anders läuft; ich beim Essen kein Maß gefunden habe oder sich 'Fünf gegen Willi' dann doch durchgesetzt hat. Darum geht es auch gar nicht. 

'Mach mehr von dem, was Dir gut tut; und weniger von dem, was Dir nicht gut tut'...

Für mich geht es um positive Veränderung in vielen kleinen Schritten. Das anzuerkennen, was war - zu verzeihen oder sich zumindest darum zu bemühen. Es geht mir um Vertrauen, Selbstvergebung, Langsamkeit, Achtsamkeit, Akzeptanz und der Fähigkeit mich selbst zu lieben. Eine Übung daraus zu machen. Sie in jedem Augenblick zu praktizieren. Die Arbeit an sich selbst, ist die härteste Arbeit.

Wenn du jemals vergisst, wenn du jemals vergisst - wie schön du bist! Ja, dann komm zu mir und ich erinner dich; ich erinnern dich daran, wie schön du bist!

Der ein oder die andere wird jetzt vielleicht über diese Zeilen aus einem wunderschönen Lied schmunzeln. Bei unserem nächsten Wiedersehen im Kreis sollten wir es singen. Damit wir uns gegenseitig daran erinnern - für den Fall, dass es in Vergessenheit geraten ist...

Hab es gut, bis gleich!

<3


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